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Alt 19.05.10, 13:54   #1
Carmen
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Beiträge: 896
Standard Indirubin

Seit vier Jahrtausenden befindet sich Indirubin im chinesischen Apothekenschrank. Es ist ein chemischer Verwandter des Indigo-Blaus, das die Farbe in Jeans bringt und wird in der Therapie gegen Leukämie eingesetzt. Nun weiß man, wie es wirkt: Indirubin blockiert Enzyme, die an der Zellteilung beteiligt sind.

Ich habe hierzu noch keine Einträge gefunden, dieser Link ist schon einige Jahre alt. Gibt es zwischenzeitlich neue Erkenntnisse?

http://www.idw-online.de/pages/de/news11688

Liebe Grüße

Carmen
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Alt 21.05.10, 15:53   #2
Bergfix
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Blog-Einträge: 1
Standard

Liebe Carmen

Indirubin hat sich unter anderem als ein wirksames Mittel gegen die chronisch myeloische Leukämie (CML) erwiesen.

Indirubin wurde als aktive Komponente einer aus der traditionellen chinesischen Medizin stammenden Wirkstoffmischung namens Danggui Longhui Wan identifiziert, welche sich unter anderem als ein wirksames Mittel gegen chronisch myeloische Leukämie (CML) erwiesen hat. Erste Untersuchungen zum Wirkmechanismus zeigten, dass es sich bei Indirubin und dessen Derivaten um potente Inhibitoren cyclin-abhängiger Kinasen (CDKs) handelt. Diese Enzyme spielen eine essentielle Rolle bei der Regulation des Zellzyklus’, welche bei Tumorzellen meist außer Kontrolle ist. Inkubation verschiedener Tumorzellen (u.a. MCF-7) mit dem Derivat Indirubin-3’-oxim führte zu einem konzentrationsabhängigen Zellzyklus-Arrest bei G1/S bzw. G2/M. Diese Beobachtungen machen Indirubin und dessen Derivate für einen eventuellen Einsatz als Tumortherapeutikum interessant.
Für die Verwendung als Tumortherapeutikum erweist sich die geringe Wasserlöslichkeit und die damit einhergehende geringe Bioverfügbarkeit des Indirubins und vieler seiner Derivate als nachteilig. Im Rahmen dieser Arbeit sollte das Molekülgerüst des Indirubins durch das Einbringen geeigneter Substituenten so modifiziert werden, dass eine höhere Wasserlöslichkeit bei gleichzeitig starker inhibitorischer Wirkung auf CDKs (untersucht am CDK2/Cyc E Komplex) und starker Cytotoxizität (untersucht mittels SRB-Test an der MCF-7 Tumorzellinie) erzielt wird. Bei den dafür verwendeten Substituenten handelt es sich vorwiegend um ein- oder mehrfach hydroxylierte Alkylgruppen oder um ionische Gruppen wie die Carbonsäuregruppe, die an den Positionen 3’ bzw. 5 des Indirubinmoleküls eingeführt werden.

Mehr zum Thema (PDF)


Gruss
Sam
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Glaube nicht dem Sprechenden, sondern dem Schweigenden.
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