Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der Fall Dominik
ColonelKate
17.04.07, 11:21
Da ich gerade auch hier einen Beitrag dazu fand, möchte ich Folgendes dazu äußern:
Wie ja inzwischen festgestellt wurde, ist Dominik tatsächlich seinem Krebsleiden erlegen.
Es wurde ja unlängst er wieder der Film, der über ihn gedreht wurde, gesendet.
Ich neige nicht dazu, mich von anderen beeinflussen zu lassen, aber ich muß Euch sagen, was dieser Beitrag zeigte, hat mich ensetzt.
Da wurde das arme Kind herumgereicht wie eine Monstrans - und wer den Jungen richtig angeschaut hat, der hat auch gesehen, daß Dominik von einer Heilung bzw. einem guten AZ weit entfernt war.
Ich finde es eine Tragödie, daß ein Arzt nicht zulassen kann, daß ein Kind, daß auch nur ein Leben hat, sich einer zusätzlichen Behandlung unterzieht.
Noch weniger aber verstehe ich die Eltern von Dominik.
Habe dazu auch im KK gepostet, unter "wer kennt diesen Heiler".
Insbesondere erstaunt hat mich die Reaktion des mir nachfolgenden Schreibers!!!!!!!
Armer Dominik; ihm wurden eifnfach andere Chancen verweigert.
Ich persönlich finde das zum Heulen - so sollte und darf alternative Medizin nicht sein, daß das, was man am anderen kritisiert par exzellence selbst exerziert wird!
CK
Hallo Colonel,
melde gehorsamst, dass dieser 'Fall' nichts mit der GNM bzw. Dr. Hamer zu tun hat! :happy:
Sieh mal hier:
http://www.krebsforum-lazarus.ch/forum/showthread.php?t=283
Gruß
Alex
ColonelKate
17.04.07, 13:35
:grin: Habe wohl die Rubrik übersehen! :zwinker:
Habe es nur hier eingefügt, weil beide Ärzte gleichermaßen viel Aufsehen erregt haben!
Villeicht kann man den Beitrag in das richtige Forum verschieben!?
SORREY!
Grüße
CK
Friedenstaube
18.04.07, 20:35
Hallo CK,
aus : 15.11.2006 Newsletter Rath Fall Dominik - Prof. Urban hat alle belogen:
Im Mittelpunkt des nunmehr offenkundigen Skandals steht Prof. Urban, der Leiter der Pathologie der Uniklinik Mainz - und Dekan-Kollege des hinlänglich bekannten Münsteraner Pharma-Handlangers Prof. Jürgens. Ihn hatte die Koblenzer Staatsanwaltschaft mit der Erstellung eines Gutachtens zur Ermittlung der Todesursache von Dominik beauftragt. Urban obduzierte Dominiks Leichnam am 9. November 2004 persönlich und übermittelte sein "gezinktes" Gutachten am 17. November 2004 an die Staatsanwaltschaft Koblenz.
Wie sich jetzt herausstellte, hat Prof. Urban in der Bewertung seines Gutachtens vom 17.11.2004 nicht nur entscheidende Befunde unterschlagen - vor allem den vollständigen Kollaps der linken Lunge bereits zu Dominiks Lebzeiten. Urban informierte die Staatsanwaltschaft Koblenz in irreführender und trügerischer Weise über die Ergebnisse der Obduktion von Dominiks Leichnam.
Bei seinem Handeln musste Prof. Urban davon ausgehen, dass sich sowohl Staatsanwaltschaft als auch die Medien auf seine Bewertung berufen würden. Urban trägt somit die Mitverantwortung, dass Millionen Menschen in Deutschland über die wahre Todesursache von Dominik gezielt in die Irre geführt wurden.
Prof. Urban war bekannt, dass es einen grundsätzlichen Konflikt zwischen der pharma-orientierten Krebsbehandlung (patentierte Chemotherapie) und neuen Forschungsergebnissen im Bereich der Vitaminforschung und Zellular Medizin gab, die eine Bekämpfung der Krebskrankheit durch wirksame - jedoch nicht patentierbare - Naturheilverfahren ermöglichen können.
Prof. Urban, ein ausgewiesener Vertreter der pharma-orientierten Medizin, nahm mit seiner falschen und irreführenden Berichterstattung bewusst in Kauf, dass die Vitaminforschung und Zellular Medizin im Bereich der Krebstherapie jahrelang öffentlich diskreditiert wurden. Mehr noch, Urban trägt entscheidende Verantwortung dafür, dass die Eltern von Dominik ebenso wie unsere gesamte Gesundheits-Allianz seit Jahren öffentlich verleumdet werden. Vor allem trägt Urban Mitverantwortung dafür, dass zig-Tausende Krebspatienten gezielt verunsichert wurden und so von einer möglicherweise lebensrettenden Entscheidung zur Vitamintherapie abgehalten wurden.
Doch nun ist dieses Lügengebäude zusammengebrochen. Dr. Rath hat die entscheidenden Fakten in der beiliegenden eidesstattlichen Versicherung zusammengefasst, die bereits in laufende Gerichtsverfahren Eingang gefunden hat. Darin erhebt Dr. Rath - unter Eid - schwerste Vorwürfe gegen Urban und alle an diesen Machenschaften Beteiligten. Sie können dieses Dokument selbstverständlich als Information an Freunde und Bekannte weiter versenden oder weiter geben.
Nicht nur durch Urbans Lügen zu Schaden gekommenen Patienten, alle die sich durch Urbans Lügen in BILD, der Lokalpresse, in SWR, RTL oder anderen Sendern belogen und getäuscht fühlen, sollte nicht nur juristische Schritte gegen diese Medien erwägen, sondern vor allem auch gegen Urban. Seine Anschrift: Prof. Reinhard Urban, Johann Gutenberg Universität Mainz, Am Pulverturm 3, 55131 Mainz, Tel. (06131) 3937387, Fax (06131) 3933 183.
Im Interesse von Millionen Menschen darf sich ein "Fall Urban" nie mehr wiederholen!
Liebe Grüße
Friedenstaube
@ nachträglich : Willkommensgruss von mir. Hab´s übersehen dass Du neu hier bist.
ColonelKate
19.04.07, 09:27
...liebe Friedenstaube!
Erstens: ist Rath selber Pharmaunternehmer; er verkauft Vitaminpräparate -auch wenn er sie als Nahrungsergänzungsmittel deklariert.
Mich interessiert auch nicht, was ein Gutachten sagt - mir hat das Kind in seiner Körpersprache in dem Beitrag mehr gesagt als jedes Gutachten!
Kerstin
Friedenstaube
19.04.07, 18:04
tschuldigung Kerstin, dachte, der Betrug eines Gutachters wäre (gerade für Dich bzw. auch für Deinen Mann weil ihr in medizinischem Bereich tätig seid) interessant auch unabhängig von Dominik.
Und weil es ja um die Ursache für Dominiks Tot ging und die entscheidende Frage war, ob er an Krebs gestorben ist oder nicht. Und er hatte keinen Krebs.
Vitamine, Misteltherapie, Aprikosenkerne, Eisentherapie.... was spielt es für eine Rolle welche Therapie es war? Wir müssen uns gegen Betrug währen und dürfen nicht zulassen, dass Ärzten und Therapeuten etwas in die Schuhe geschoben wird, wofür sie nicht verantwortlich sind.
Wie viele sterben auch in der SM krebsfrei, dafür jedoch an den Folgen der Behandlung ? Krebs besiegt Patient tot... Aber niemand würde einem SM-ziner durch ein betrügerisches Gutachten nachweisen wollen, dass der Patient IMMER NOCH KREBS hattte und DESWEGEN die Therapie verboten werden muss.
Um das geht es mir.
Ich habe nichts dagegen das Rath ein Pharmaunternehmer ist und Vitamine verkauft.
Wenn er damit bessere Erfolge erzielt als mit Chemo und weniger schadet, sind seine Präparate immer noch besser. Und z-fach billiger allemal.
Die Wirkung seiner Präparate darf man aber nicht prüfen in dem man ihn und die ganze Welt betrügt.
Liebe Grüße
Friedenstaube
ColonelKate
19.04.07, 18:39
...klar interessiert uns das! UND WIE!
Und im Prinzip hast Du völlig recht; NIEMAND, ob Schulmediziner oder Alternativ, hat das Recht, Fakten zu seinen Gunsten hin zu biegen.
Wie war das noch!? Glaube keiner Studie, die Du nicht selbst gefälscht hast.
Ich wollte auch nicht Dich anmotzen, sorrey, wenn Du das so aufgefaßt hast. Mich hat der Fall Dominik besonders erschüttert.
Hast Du den Bericht über ihn gesehen!?
Also, nachdem, was ich da gesehen habe und dem Eindruck, den Dominik auf mich gemacht hat, war das Kind schwer krebskrank.
Dr. Rath hat mal sehr interessante Studien gemacht, u.a. zum Thema KHK und B-Vitamine und Folsäure. Davon bin ich überzeugt; ich wende diese Therapie auch an.
Was ihn allerdings geritten hat, als er Dominik behandelte, das kann ich nicht nach voll ziehen.
Grundsätzlich hast Du recht: Wer heilt hat recht!
Die medizinische Erklärung, die Dr. Rath zum Tod von Dominik abgegen hat, ist lächerlich und medizinisch nicht plausibel.
Was mir auch nicht gefällt, ist die Art und Weise, wie er Verkäufer für seine Vitamine rekrutiert.
Und der dickste Hammer war das Herumzeigen von Dominik auf diesen Verkaufs-Rekrutierungs-Veranstaltungen. Das Kind war blaß, kaltschweißig, hatte erweiterte Pupillen; alles Symptome, die man hat, wenn man rasende Schmerzen hat.
Allein das macht mich unglaublich wütend - und ein seriöser Therapeut macht sowas nicht; besonders nicht, wenn es um ein Kind geht.
Ein nachweisbarer Erfolg der rathschen Krebstherapie ist mir zumindest nicht bekannt.
Wir haben uns eingehend mit dem Fall Dominik beschäftigt - und glaube mir, ich neige nicht dazu, andere zu verurteilen, da ich weiß, wie ungerecht gerade medizinische Kollegen oft sind.
Ich halte das Gutachten nicht für Fälschung; ich glaube eher, daß hier wirklich die Gegenseite geschummelt hat.
Kerstin
P.S: der Hinweis in Deinem eigestellten Beitrag, ein Verfahren sei nicht patentierbar, weil es naturheilkundlich ist, stimmt nicht.
Mit Patenten kenne ich mich inzwischen recht gut aus:zwinker:
Friedenstaube
19.04.07, 20:22
keine Sorge Kerstin, fühlte mich nicht angemotzt :knuddel:
Ich habe den Beitrag über /mit Dominik nicht gesehen.
Ich hatte nur eine (kurze) Zeit Dominik´s Weg verfolgt, und erst wieder "aufgehorcht" als nur noch die juristische Seite die große Rolle gespielt hat.
Leider herrscht unter den Anbietern von Therapien und Erfindern von immer abenteuerlichsten Theorien und Messwerten so ein schreckliches Hauen und Stechen, dass ich nichts auf Geheilte oder Gestorbene oder deren Anzahl gebe (bitte nicht falsch verstehen), dass mich die Therapien so lange nicht wirklich interessieren, solange ich nicht die Theorie hinter der Therapie kapieret habe.
Bei Rath habe ich die Theorie nicht kapiert, also ließ ich es bleiben.
Selbstverständlich hätte ich mich sehr, sehr gefreut wenn Dominik wieder gesund geworden wäre. Ich habe ihm und auch Dr. Rath die Daumen gedrückt.
Das Kind war blaß, kaltschweißig, hatte erweiterte Pupillen; alles Symptome, die man hat, wenn man rasende Schmerzen hat.
Kann diese Symptome nicht auch großer Stress verursachen auch ohne Schmerzen ? Ich will nicht stänkern oder irgendjemanden verteidigen (wüsste eh´ nicht wenn, weil ich die Motive und Absichten nicht kenne und auch nicht weiß wessen Wunsch es war Dominik zu zeigen) mir kommt es nur etwas - ehm unbekannt - vor, dass man alleine anhand dieser Symptome auf rasende Schmerzen und von da auf vorhandensein von Krebs "zwangsläufig" hingeführt wird.
Vielleicht bin ich auch ein "gebranntes Kind" denn damals bei dem Fall Olivia (GNM, also Hamer´s Fall) dachte ich auch "um Gottes Willen das Kind hat so einen dicken Bauch wie KÖNNEN die Eltern nur...... das Kind muss ja tierische Schmerzen haben....usw. usf."
Und bei Angelo dachte ich : wenn die Eltern nur an die Öffentlichkeit von Anfang an gegangen wäre und zwar massiv, hätte man Angelo nicht eines lt. Totenschein "unnatürlichen Todes" sterben lassen.
Ich bin ein gebranntes Kind, deswegen bin ich vorsichtig....
Liebe Grüße
Friedenstaube
Friedenstaube
19.04.07, 20:33
verschoben wegen Olivia und Agelo ? Ok.
Aber vorsichtshalbe noch mal : Rath und der Fall Dominik basieren nicht auf den Erkenntnissen der GNM und haben somit weder mit GNM noch mit der Person Hamer etwas gemeinsam.
LG
Friedenstaube
ColonelKate
19.04.07, 20:44
..nein, Rath hat nix mit Hamer und GNM zu tun, richtig.
Schmerzen:
Auch die Körperhaltung (Schonhaltung) sprach eindeutig dafür, daß das Kind große Schmerzen hatte.
Ich persönlich finde Schmerz nicht unbedingt etwas Negatives; aber für ein Kind ist Schmerz etwas traumatisches, deshalb ist es falsch, Kinder Schmerzen ertragen zu lassen. Das ist der erste Weg in ein chronische Schmerzsyndrom.
Ansonsten kann ich Deinen Beitrag gut verstehen; sehe es aber - wie gesagt - als "Profi" ein wenig anders!
Grüße
Kerstin
Friedenstaube
19.04.07, 21:23
Auch die Körperhaltung (Schonhaltung) sprach eindeutig dafür, daß das Kind große Schmerzen hatte.
diese Haltung kennen und er-kennen auch wir Laien :D
Man vermeidet damit Schmerzen - ODER die Erinnerung an sie (sorry das ich so penetrant bin) aber wir sind hier bei den "Alternativen" also erlaube ich mir das...
Ich persönlich finde Schmerz nicht unbedingt etwas Negatives; aber für ein Kind ist Schmerz etwas traumatisches, deshalb ist es falsch, Kinder Schmerzen ertragen zu lassen.
Sehe es auch so. "Gute" Schmerzmittel sind Gold Wert.
Liebe Grüße
Friedenstaube
ColonelKate
20.04.07, 09:54
penetrant!
Und nur so entstehen gute und konstruktive Diskussionen!
Der kritisch-konstruktive Dialog ....ich sollte ein Buch drüber schreiben...hihihihi:zwinker: :grin:
Kerstin
Lindenblüte
20.04.07, 11:01
Hallo,
ich kann es auch nicht vertragen, wenn Kinder Schmerzen haben. Was treibt allerdings diese Mutter um, ihrem Kind das anzutun?
http://www.lage-roy.de/forum/viewtopic.php?t=423
LG
Lindenblüte
ColonelKate
20.04.07, 13:25
Das ist der klassische Fall von falsch verstandener Naturheilkunde.
Dazu trägt der allgemeine Irrglaube bei, Naturmedizin sei imer sanft - wo ist dieNatur sanft!?
Was viele Befürworter der Homöopathie vergessen - die ich persönlich für hervorragend halte - war, daß eine medizinische Behandlung zu Hahnemanns Zeiten oft gefährlicher war, als die Erkrankung selber.
Es gab eigentlich nur den Aderlass oder Quecksilber zum einnehmen in ganz fürchterlichen Dosen.
Hahnemann hat die Homöopathie in erster Linie deshalb entwickelt, weil er seinen Patienten helfen und sie nicht umbringen wollte.
Homöopathie hilft - davon bin ich auch überzeugt, aber ich denke, Hahnemann hätte der heutigen Sm neben seiner therapie durchaus einen Platz eingeräumt.
Was diese Mutter da tut, ist unverantwortlich. Scharlach gehört unbedingt antibiotisch behandelt, da das sonst zu schwersten Spätfolgen (Herzfehler!!! Das Kind klagte bereits in der akuten Phase über Herzschmerzen!) führen kann.Bei einem negativen Abstrich kann man nichtzu 100% davon ausgehen, daß das Bakterium nicht mehr im Körperist, und wenn keine Antibiose erfolgte, sowieso nicht.
Abgesehen davon:
Auch AB`s kommen aus der Natur; sie sind Pilzwirkstoffe!
Kerstin
Was treibt allerdings diese Mutter um, ihrem Kind das anzutun?
Boah, wie grausam !!!!
Vielleicht solltest du diese Frage auch mal einem 'kompetenten' Kinderarzt (http://www.kidmed.de/forum/index.php) stellen... :gruebel:
Gruß
Alex
Lindenblüte
20.04.07, 15:22
Hallo Alex,
warum soll ich einen Kinderarzt fragen? ColonelCate hat genau das geschrieben, was ich auch denke. Ich verstehe Dein Posting nicht.
LG
Lindenblüte
Naja, was machen wir denn da jetzt? :gruebel:
Gruß
Alex
Friedenstaube
20.04.07, 16:00
@ Lindenblüte,
welche Mutter meinst Du ?
Die die ihrem Kinde Homoöptische Mitteln sowohl gegen Scharlach als auch gegen Herzschmerzen, oder die Mutter die Scharlach mit Antibiotika behandeln ließ und ihr KInd schon 5 x Scharlach hatte ? Mit oder ohne Schmerzen das wissen wir ja nicht....
VG
Friedenstaube
ColonelKate
20.04.07, 17:22
Boah, wie grausam !!!!
Vielleicht solltest du diese Frage auch mal einem 'kompetenten' Kinderarzt (http://www.kidmed.de/forum/index.php) stellen... :gruebel:
Gruß
Alex
..gerade wollte ich Dir die von Dir im Link angegebene Seite empfehlen; dieses Forum toppt gewisse andere Foren noch um Längen.
Übrigens hat einer der betreibenden Kinderärzte Hausverbot im KK.
:zwinker: :grin:
Kerstin
ColonelKate
20.04.07, 17:35
@ Lindenblüte,
welche Mutter meinst Du ?
Die die ihrem Kinde Homoöptische Mitteln sowohl gegen Scharlach als auch gegen Herzschmerzen, oder die Mutter die Scharlach mit Antibiotika behandeln ließ und ihr KInd schon 5 x Scharlach hatte ? Mit oder ohne Schmerzen das wissen wir ja nicht....
VG
Friedenstaube
Liebe Friedenstaube!
Patienten, Antibiotika und deren resistenzen sind eine unheilvolle Trias, weil viele Patienten leider Folgendes praktizieren:
Die so viel gescholtenen, und das meiner Meinung nach zu unrecht; sog. Breitbandantibiotika umfassen i.d. Regel ein ganzes Spektrum an Keimen. Ist, rein therapeutisch geshehen, eine gute Sache. Spart Geld, da man kein aufwendiges Antibiotigramm erstellen muß, auf welches AB der Keim denn nun reagiert und außerdem NOTA BENE:
sollte das Behandeln eines Keimes mit einem spezialisierten AB den Kliniken im Notfall vorbehalten sein. Desweiteren nimmt der patient sein rezept, holt sein Schachterl aus der Apotheke, schluckt zu hause das AB - und siehe da, nach zwei Tagen gehts ihm deutlich besser und zwar so gut, daß der Patient eine eigenmächtige Entscheidung mit weitreichenden Konsequenzen trifft:
Er hat eine Packung mit AB bekommen, die i.d. Regel eine Einnahme von 7 Tagen vorsieht - und das auch aus gutem Grund! Denn nur, weil der Patient die akuten Beschwerden nach zwei tagen los ist, ist der eigentliche Keim noch lange nicht beseitigt.
Die Folge: Breitband - AB`s werden immer wirkungsloser, die Keime immer resistenter.
Deshalb NOTA BENE BENE BENE BENE BENE:
Wenn ein Arzt ein AB verordnet, weiß er in der Regel , was er tut - der Patient hingegen weiß nicht, was er anrichtet, wenn er eine AB -Einnahme nach zwei oder drei Tagen einfach abbricht.
Ich bin mir ziemlich sicher, daß es in diesem zweiten Fall so gelaufen ist; d.h. das Kind hat eine nicht ausgeheilte Scharlach-Infektion mit einem inzwischen resistenten Keim - das ist SCH.....:sauer: :sauer:
Andere Möglichkeit: Die Diagnose war falsch.
Gegen Scharlach gibt es übrigens keinen Impfstoff.
Und als es noch kein AB gab, also vor dem WW II, war Scharlach eine gefürchtete Kinderkrankheit mit einer Mortalitätsrate von über 70%.
Kerstin
ColonelKate
20.04.07, 17:42
Hallo Alex,
warum soll ich einen Kinderarzt fragen? ColonelCate hat genau das geschrieben, was ich auch denke. Ich verstehe Dein Posting nicht.
LG
Lindenblüte
erstmal schmeichelt es mir sehr, daß Du meiner Meinung bist:grin: :top: :zwinker:
und zweitens glaube ich, wie ich unseren guten Alex hier einschätze, daß er das leicht ironisch gemeint hat.
Die Seite, die sich auftut, wenn Du auf den Link klickst, ist allerdings wirklich lesenswert, sucht sie doch an Trivialität und Drohungen, sowie Pauschalierungen und Gemeinheiten im Internet ihresgleichen.
Die Bildzeitung ist gegen diese Website ein reiner Tatsachenbericht.....:zwinker: :troll:
Kerstin
und zweitens glaube ich, wie ich unseren guten Alex hier einschätze, daß er das leicht ironisch gemeint hat.
Hmmm..,, soweit ich jedenfalls den Alex 'einschätzen' kann, hat er's genauso ernsthaft gemeint, wie Lindenblüte mit ihrer gestellten Frage! :birne:
Übrigens hat einer der betreibenden Kinderärzte Hausverbot im KK.
Übrigens, das ist dort 'nur' EIN betreibender Kinderarzt - aber ist auch egal!
---> Und ein Hausverbot im KK - naja, die sperren ja sowieso jeden, der ... hmmm..., eigentlich aber unverständlich bei DIESEM 'guten' Scharlatanjäger! :gruebel:
Kannst dich ja mal im Forum des Kinder'arztes' registrieren - du würdest sicherlich 'herzlich' begrüßt werden als 'Liebe Unheilpraktikerin'... :happy:
(-> Übrigens ist das dort auch eine wahre Fundgrube für deinen 'Witz-Thread' HIER...)
Ach lassen wir's - ich will jetzt an dieser Stelle auch nicht all zu viel 'Werbung' für dieses 'Un-Forum' machen...
Gruß
Alex
ColonelKate
22.04.07, 13:27
...ist doch lustig. Ich habe mit dem Arzt dort mal diskutiert - aber als ich ihm dann seine eigenen Widersprüche vor Augen geführt habe, da hat er es aufgegeben. Und natürlich ist dieser Thread gelöscht worden - klar.
In der Pädiatrie wird nämlich realtiv viel Naturheilkunde auch von SM Pädiatern verwendet; als er dann gemerkt hat, daß er bis zum Bauch im Schmarrn drin steht, hat er die Disksussion einfach beendet.:D :D
Früher waren da mehrere Kinderärzte; wahrscheinlich ist den anderen das auch zu blöd geworden.
Naja, eben weil er so ein Scharlatanjäger ist und im KK gesperrt worden ist, hat mich das sehr gewundert.
Was heißt Werbung für Kidmed machen...!? Jeder soll sich sein eigenes Urteil bilden.
Kerstin
Friedenstaube
23.04.07, 19:36
Andere Möglichkeit: Die Diagnose war falsch.
Wie kann eine Mutter prüfen (oder prüfen lassen) ob die Diagnose Scharlach richtg oder falsch ist ? Recht auf Zweit- oder Drittmeinung hat sie ja....
LG
Friedenstaube
ColonelKate
23.04.07, 20:11
Liebe Friedenstaube!
Gewöhnlich macht man bei Scharlach einen Rachenabstrich, indem man den Erreger nachweisen kann, was bei Scharlach auch Pflicht ist, da es eine meldepflichtige Erkrankung ist.
Natürlich kann sie zu einem zweiten oder dritten Kinderarzt gehen; ein negativer Abtrsich kann mehrere Ursachen haben: die Krankheit befindet sich noch in der Inkubationszeit; das Kind wurde mit irgendetwas anbehandelt, sodaß der Erreger zwar da ist, aber in so geringer Menge, daß er im Abstrich nicht mehr nachweisbar ist (z.B. desinfizierende Lösungen, weil das Kind über halsschmerzen klagte); oder der Abstrich ist verwechselt worden.
Kerstin
Friedenstaube
23.04.07, 21:01
Hi CK,
Gewöhnlich macht man bei Scharlach einen Rachenabstrich, indem man den Erreger nachweisen kann, was bei Scharlach auch Pflicht ist, da es eine meldepflichtige Erkrankung ist.
Was heißt gewöhnlich ? Das nicht alle Ärzte Rachenabstrich machen lassen ? Wie könnnen sie dann Scharlach melden ??? !!!! Und behandeln?
Natürlich kann sie zu einem zweiten oder dritten Kinderarzt gehen;
was meinst Du wann wird eine Mutter es tun ? Hat Scharlach ganz typiche Symptome ? Oder nur so allgemeine wie "Fieber" ?
ein negativer Abtrosich kann mehrere Ursachen haben: die Krankheit befindet sich noch in der Inkubationszeit;
Inkubatinszeit = die Symptome sind noch nicht da... Welche Mutter geht in dieser Zeit zum Arzt und welcher Arzt würde ohne "Scharlachsymptome" auf welche Krankheiten untersuchen lassen ? Gezielt auf Scharlach - ohne Symptome unersuchen lassen ??? Das glaube ich nicht....
... das Kind wurde mit irgendetwas anbehandelt, sodaß der Erreger zwar da ist, aber in so geringer Menge, daß er im Abstrich nicht mehr nachweisbar ist (z.B. desinfizierende Lösungen, weil das Kind über halsschmerzen klagte);
und die geringe Menge an Erregern kann sich dann, weil die Halsschmerzen-Antibiotike sie nicht umgebracht haben, zu großer Menge Erregern auswachsen lassen.
ABER zurück : woher weiß dann der Arzt das es Scharlach IST ???? Typische Symptome sind noch nicht da (inkubationszeit) die Menge an Erregern ist zu klein....
....oder der Abstrich ist verwechselt worden.
Ja, soll ja vorkommen, wäre auch nicht so schlimm wenn man beiderseits nicht darauf vertrauen würde das es nie passiert... Wann kommt bei den Ärtzen der Verdacht auf Verwechslung auf ?
LG
Friedenstaube
ColonelKate
24.04.07, 09:30
Liebe Friedenstaube
>>Was heißt gewöhnlich ? Das nicht alle Ärzte Rachenabstrich machen lassen ? Wie könnnen sie dann Scharlach melden ??? !!!! Und behandeln?>>
Es gibt wohlKinderärzte, die auch der Meinung sind, Scharlach sei nicht so schlimm - und die dann keinen Abstrich machen -das sind aber wenige.
Wenn sie den Abstrich nicht machen, können sie es auch nicht melden, richtig. Behandelt wird dann, wie die eine Mutter in dem Thread: homöpathisch. Meiner Meinung nach sehr bedenklich, sich so zu verhalten.
was meinst Du wann wird eine Mutter es tun ? Hat Scharlach ganz typiche Symptome ? Oder nur so allgemeine wie "Fieber" ?
Inkubatinszeit = die Symptome sind noch nicht da... Welche Mutter geht in dieser Zeit zum Arzt und welcher Arzt würde ohne "Scharlachsymptome" auf welche Krankheiten untersuchen lassen ? Gezielt auf Scharlach - ohne Symptome unersuchen lassen ??? Das glaube ich nicht....
und die geringe Menge an Erregern kann sich dann, weil die Halsschmerzen-Antibiotike sie nicht umgebracht haben, zu großer Menge Erregern auswachsen lassen.
ABER zurück : woher weiß dann der Arzt das es Scharlach IST ???? Typische Symptome sind noch nicht da (inkubationszeit) die Menge an Erregern ist zu klein....
Ja, soll ja vorkommen, wäre auch nicht so schlimm wenn man beiderseits nicht darauf vertrauen würde das es nie passiert... Wann kommt bei den Ärtzen der Verdacht auf Verwechslung auf ?
LG
Friedenstaube[/quote]
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