PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : FCR-Therapie bei B-CLL


Seiten : [1] 2

Bergfix
16.04.07, 20:39
Hallo zusammen

Heute habe ich mit einer FCR-Therapie (Chemo/Immuntherapie) begonnen und werde hier in den nächsten Tagen über Wirkungen und Nebenwirkungen berichten. Es hat Tradition, dass im L-Forum sämtliche praktizierbaren KREBS-Therapien diskutiert werden - so auch die "Schulmedizinischen". :icon_wink:

Zur FCR-Therapie findet sich im Internet einiges. Neu ist allerdings, dass ich parallel dazu hochdosierte Mistelpräparate spritze um die unerwünschten Nebenwirkungen möglichst zu umgehen. Mit homöophatisch dosierten und einigen pflanzlichen Präparaten soll diese Wirkung zusätzlich gefördert werden.

So individuell wie sich die CLL bei mir verhält benimmt sich oft auch der Mensch der dahinter steckt und mitbehandelt wird. Darum versucht ich mit dieser auf mich zugeschnittenen Therapie "meinen Weg" zu finden - zu gehen.



Lieben Gruss
Sam

Bergfix
17.04.07, 12:42
Die RFC-Therapie ist eine "moderne" Chemo-Immuntherapie mit den
Medikamenten: R = Rituximab / F = Fludarabin / C = Cyclophosphamid

Gestern am Tag 1 gab es den gesamten Cocktail.
R = 375 mg/m2 F = 25 mg/m2 / C = 250 mg/m2

Dauer der Infusion etwa 3.5 Std.

Am Tag 2 und 3 wird ohne Rituximab behandelt.
Dauer der Infusion ca. 1 Std.

Heute, nach 24 Std machte sich bereits ein leichter Rückgang der Lymphknotenschwellungen bemerkbar.
Nebenwirkungen sind bis anhin keine aufgetreten. :grin:


Gruß Sam

ColonelKate
17.04.07, 13:41
....Mistelpräparat bekommst Du denn und wie wird es verabreicht?
S.c. oder i.v.?

Grüße

CK:icon_wink:

Bergfix
17.04.07, 17:10
Mein Ziel ist es die FCR-Therapie möglichst unbeschädigt zu überstehen, vielleicht eine Wunschvorstellung aber "von nichts kommt bekanntlich nichts".

Ich spritze am Mo / Mi / Fr "Iscador P" subkutan im Wechsel 20mg,20mg / 10mg,10mg.
Am Di und Sa spritze ich ein homöopathisch dosiertes Mistelpräparat (P6 / P8 / P12 / P20 / P30 und P60).

Jeden Sa zusätzlich Gold und Quecksilber (subkutan).

Für die Leber Hepatodoron, Chelidonium comp. und Archagelica D3 und Astragalus excap. D3 von Weleda.

Ja, da kommt einiges zusammen. Nicht zu vergessen ist das tägliche Glas Breusssaft und die grosse Lebensfreude. :grin:

Gruss Sam

ColonelKate
17.04.07, 19:26
...ist mit das Wichtigste, um ein Ziel zu erreichen!
Und wenn es Dir dabei gut geht, machst Du es richtig!
Ich war nur deshalb neugierig, weil es hier in Deutschland seit Neuestem den Trend gibt, die Chemo mit Mistel i.v. zu kombinieren!

CK

Bergfix
17.04.07, 19:38
Ich war nur deshalb neugierig, weil es hier in Deutschland seit Neuestem den Trend gibt, die Chemo mit Mistel i.v. zu kombinieren!


Danke für die Info. :top:
I.v. kombiniert Misteln mit Chemo ist mir nicht bekannt.
Ich spritzte Iscador P etwa 1 Std. vor der Chemo subkutan.


Gruss Sam

ColonelKate
17.04.07, 20:07
....nicht ungefährlich!
Mistel i.v. ist auch unter Alternativmedizinern sehr, sehr, sehr, sehr umstritten :stop: - ich persönlich würde mich das nicht i.v geben trauen. :exclaim:
Macht bei vielen sehr schnell allergische Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock.
Ich halte die s.c. Methode für sinnvoller, ist erstens wesentlich verträglicher und zweitens hat es dann eine "Depotwirkung".
Der Wirkstoff wird langsam, aber kontinuierlich abgegeben, da aus dem Fettgwebe in den Kreislauf difundiert.

CK

Bergfix
17.04.07, 20:28
Kerstin, du bist wirklich gut informiert. :top:

Die i.v. Misteltherapie sollte nur durch sehr erfahrene Ärzte erfolgen.
Bei den 5 Fiebertherapien, welche ich 2004 in der Lukasklinik (http://www.lukasklinik.ch/) bei Arlesheim bekam, wurde mir das Präparat i.v. verabreicht.
Wir lagen zu dritt im Zimmer und waren unter ständiger Kontrolle einer Krankenschwester mit spezielle Ausbildung, was die Fiebertherapie betrifft.
Die Art der Therapie wirkt viel schneller und stärker. Deshalb muss an die individuelle Dosis eines jeden Patienten langsam herangetastet werden.

Misteltherapie i.v. kombiniert mit Chemo halte ich für äußert riskant und sehe keinen Vorteil. :gruebel:


Gruß Sam

ColonelKate
18.04.07, 08:01
...so ist es.
Habe zu diesem Thema einen besonders dummen Spruch von einem Arzt gehört:"Wenn das überhaupt was bringen sollte, dann muß man das i.v. geben; aber genauso gut kann man den Patienten NaCL verabreichen, das hat die gleiche Wirkung, nämlich keine!"

Kerstin

Bergfix
18.04.07, 10:44
"Wenn das überhaupt was bringen sollte, dann muß man das i.v. geben; aber genauso gut kann man den Patienten NaCL verabreichen, das hat die gleiche Wirkung, nämlich keine!"

Sowas sagt ein Arzt ???

:bigsmilie17:

Vielleicht informiert sich dieser "Arzt" mal hier über die laufenden Iscador-Studien. :icon_wink:


Die Hauptaufgabe des Instituts Hiscia (http://www.hiscia.ch/hiscia.htm) liegt in der Bearbeitung der botanischen und pharmazeutischen Fragen zur Erforschung und Weiterentwicklung des Mistelpräparates Iscador und der Untersuchung seiner Wirksamkeit innerhalb der Krebstherapie.



Gruss Sam

ColonelKate
18.04.07, 11:45
...leider ist es hier oft zur Gewohnheit geworden, daß in Uni-Kliniken alternative Therapien einfach für null und nichtig erklärt werden, weil die Ärzte dort entweder noch nie etwas davon gehört haben oder aus anderen Gründen, die möglicherweise mit dem Verkauf bestimmter Produkte der Phramaindustrie zusammenhängen könnten, nichts anderes sagen wollen/dürfen/können......:question:
Ich kenne auch den Ausspruch:"Sie können auch Frikadellen essen, wenn Sie meinen, daß es hilft" :sauer:
So viel zum Thema Einfühlsamkeit und positiverBestärkung für Schwerstkranke.....:sauer: :sauer:

Kerstin

Bergfix
25.04.07, 20:23
Hallo zusammen

1. Blutkontrolle: Tag 10

Sämtliche Blutwert sind im "Normbereich" - kaum zu glauben. :icon_wink:

Die Nebenwirkungen während der ersten Woche beschränkten sich auf Abgeschlagenheit und Übelkeit. :buhu:

Gegen die Übelkeit wurde mir (mit sehr bescheidener Wirkung) ZOLFRAN 4mg verschrieben.

Insgesamt ging der erste Therapiezyklus hervorragend über die Bühne, auch wenn meine persönliche Frage weiterhin unbeantwortet bleiben wird, wie die Spätwirkungen dieser eher aggressiven Therapie in 5 oder 10 Jahren aussehen werden !!!??? :gruebel:

Bleibt dennoch zu hoffen, dass die parallel verabreichte Misteltherapie das "Geschehen" positiv unterstützt.


Gruss Sam

Bergfix
05.05.07, 14:58
Hallo zusammen

2. Blutkontrolle: Tag 17

Die Blutwerte sind weiterhin normal und scheinen den ersten
Schub der Therapie gut überstanden haben. :cool:

Nebenwirkungen sind keine mehr vorhanden.

Gruss Sam

Wero
05.05.07, 22:51
Ja nun, Sam, da wollen wir gemeinsam das beste hoffen.
Gestern ist mir wieder mal der „Mindell“ (Vitaminbibel) vor die Linse gekommen und seine Bemerkung, dass er selbst regelmäßig ein Pulver aus ...zig verschiedenen Obst- und Gemüsesorten einnimmt (Kapsel). Das sind keine großen Mengen, aber bei den Faktoren, die noch nicht bekannt bzw. noch kein Allgemeingut sind, dürfte es auch nicht um große Mengen gehen. Die Kosten bleiben in Grenzen, die Gefahr, dass es schadet, halte ich für vernachlässigbar, und ich selbst werde die Methode auf meine Reserveliste setzen. Vielleicht ist sie Dir sympathisch?

Viele Grüsse
Wero

Bergfix
06.05.07, 21:50
Hallo Wero

Vielen Dank für die Info.

Aber als "eingefleischter" Vegetarier und Obst und Gemüseesser gehe ich davon aus genügend mit Vitaminen (etc.) versorgt zu sein. So fühle ich mich momentan sehr gut und habe sogar mit Umbauarbeiten begonnen. (Mein Arbeitszimmer inkl. neuer Internetleitung habe ich heute fertiggestellt.)

Vielleicht motiviert mich auch das schöne Wetter oder der Frühling - von der Chemo wird's ja nicht kommen . :cool:

Lieben Gruss
Sam

Bergfix
09.05.07, 18:21
Die Blutkontrolle Nr. 3 war sensationell und der Onkologe sehr zufrieden.
Wenn die Rückbildung der Lymphome in diesem Tempo weitergeht werde ich die FCR-Therapie nach 3 Zyklen einstellen. :cool:


Gruss Sam

Bergfix
16.05.07, 17:10
Hallo zusammen

Der 2. FCR-Zyklus ging problemlos über die Bühne, so dass ich heute nichts 'Spektakuläres'
zu berichten habe (das wird hoffentlich auch in Zukunft so bleiben). :cool:

B-Symptome sind keine, die Lymphknoten deutlich kleiner und die Blutwerte wieder normal - gab einen kurzen Ausrutscher bei den THR.

Zur Erinnerung noch einmal meine (Bergler) Begleittherapie:
Mo / Mi / Fr -> Iscador P subkutan im Wechsel 20mg/20mg/10mg/10mg. Am Di und Sa spritze ich ein homöopathisch dosiertes Mistelpräparat abwechslungsweise P6 / P8 / P12 / P20 / P30 und P60. Jeden Samstag zusätzlich 2ml Gold und Quecksilber, ebenfalls subkutan. Täglich ein Glas Breusssaft.



Gruss Sam


PS. In den Bergen liegt ab 1800m Neuschnee! :ski010:

Bergfix
24.05.07, 14:53
Hallo zusammen

Fludarabin scheint MEINEM Blut weniger zu schaden als anfänglich befürchtet. Der heutige Bluttest war sehr gut und die Gesamt-Remission wird immer deutlicher. Wieso die Blutwerte nicht in den Keller gehen konnte mir der Onkologe auch nicht erklären.

Mein Tipp: ----- >>>> Die Begleittherapie zeigt Wirkung !!!! :bigsmilie1:


Gruss Sam

drudi
25.05.07, 22:30
Hallo Sam,
schön das die Therapie so gut angeschlagen hat,
wie waren die blutwerte vorher und wie sind sie jetzt
(leukos.thrombos,hb) ?
Gruß drudi

Bergfix
26.05.07, 12:29
Hallo drudi

Die CLL manifestiert sich äussert individuell. So waren die Blutwerte bei mir nie ein grosses Thema - auch wenn das Blut während der FCR-Therapie wöchentlich kontrolliert werden muss. Mehr Sorgen bereiteten mir aufkommende kutane Infiltrate, die bei der CLL eher selten vorkommen und sich jetzt nach 2 Zyklen FCR inkl. Begleittherapie restlos zurückgebildet haben.


Gruss Sam

Bergfix
12.06.07, 00:15
Heute haben wir mit dem 3. Zyklus FCR (Fludarabin, Cyclophosphamid, Rituximab) begonnen. Die Blutwerte, die jedesmal vor der Therapie bestimmt werden, waren seit 5 Jahren nicht mehr so gut. Sämtliche Werte im NORMAL-Bereich!!! Die Lymphknoten sind kaum mehr tastbar und die kutanen Infiltrate haben sich völlig verabschiedet.
Nicht, dass ich für derart belastende Chemo-Therapien Werbung machen möchte, aber die Remission ist unübersehbar, auch wenn sich die Negativwirkungen erst in einigen Jahren einstellen werden, wenn überhaupt? Ich bin Überzeugt, dass die Begleittherapie (hochdosierte Misteltherapie) das ganze Prozedere erträglicher und effizienter gestaltet hat.:cool:

Da nach 3 Zyklen FCR das Ziel der Remission erreicht wurde sehe ich keine Veranlassung die vorgeschriebenen 6 Zyklen durchzuführen. Meine Entscheidung, die Theraapie hier zu beenden, wird auch von meinem Onkologen getragen.

So bleibt mir wieder viel Zeit mich alternativen Therapien zu widmen, welche meine Remission vielleicht bis ins Unendliche steigern ….


Gruss Sam

ColonelKate
12.06.07, 18:25
Ich gratuliere!

Das ist doch mal eine schöne Nachricht.

Unter der Eisentherapie hatten wir einmal ein Hodgkin-Lymphom in der Praxis; eine Studentin, bei der sich die tastbaren, cutanen Lymphome innerhalb einer Woche vollständig zurückgebildet haben.

Von der SM war sie infaust prognostiziert worden, nach mehreren erfolglosen Chemos.Allerdings gab es da noch keine Antikörper-Therapie. Nach einem halben Jahr ET konnte sie ihr Studium wieder aufnehmen.


CK

Friedenstaube
13.06.07, 15:17
So bleibt mir wieder viel Zeit mich alternativen Therapien zu widmen, welche meine Remission vielleicht bis ins Unendliche steigern ….


ja warum denn nicht ? Drücke Dir fest die Daumen und freue mich für Dich.

LG
Friedenstaube

Bergfix
14.06.07, 12:43
@ Kerstin

Unter der Eisentherapie hatten wir einmal ein Hodgkin-Lymphom in der Praxis; eine Studentin, bei der sich die tastbaren, cutanen Lymphome innerhalb einer Woche vollständig zurückgebildet haben.

Soweit ich informiert bin soll die Eisentherapie nach abgeschlossener Chemo durchaus hilfreich sein.

Darum die Fragen:Wie läuft das ab mit der Eisentherapie -> iv oder sc ?
Macht das mein Hausarzt, wenn ja mit welcher Dosis?

@Friedenstaube

Drücke Dir fest die Daumen und freue mich für Dich.


Danke! :top:



Lieben Gruss, Sam

ColonelKate
14.06.07, 13:56
Hallo Sam!

Ja, die ET ist sinnvoll - auch nach abgeschlossener Chemo.
Grundsätzlich kann Dein Hausarzt das machen- wenn er dazu bereit ist, klar.
Er müßte dazu erst Deine Eisenwerte bestimmen - nach denen richtet sich nämlich die Dosis.
Und dann bekommt das Eisen streng intravenös injiziert - je nach Eisenwert richtet sich die Häufigkeit.
Wer einen Port hat, kann es sich natürlich auch über den Port geben lassen.
Parallel dazu gibt man noch intramuskulär ein B12 Steigerwald (man kann auch ein anderes B12 nehmen - ich nehme immer das Steigerwald, weil es nicht brennt) und etwa alle 2-3 Monate noch eine Folsäure i.m.
Die Eisnewerte werden alle vier Wochen durch eine Blutabnahme kontrolliert und die Dosis den werten angepaßt.
Das ist alles!

Kerstin

drudi
22.06.07, 20:40
Hallo Sam,

ich soll eine FC Therapie bekommen,habe auch vergrößerte Lymphknoten und eine 3 cm "Beule" am Stirn eine 2 cm an der Nase seitwärts, ein paar an der Kopfhaut.
Meine Frage :wo hattest Du die Infiltrate ? sind die jetzt weg ? hast du die Therapie nach 3 Zyklen FCR abgebrochen.?

Gruß drudi

Bergfix
23.06.07, 12:25
Hallo drudi

Meine kutanen Infiltrate (Hautbefall) manifestierten sich vor allem auf dem Rücken.
Nach 3 Zyklen FCR-Therapie sind sie jetzt restlos verschwunden. :cool:

Rund 2 Jahre lang konnte der Hautbefall mit einer Antikörpertherapie (Rituximab) in Schach gehalten werden bis die Wirkung plötzlich ausblieb. Ein 3-wöchiger Leukeranschub brachte ebenfalls keine Wirkung, so dass Fludarabin (F) als weitere Möglichkeit in Betracht gezogen werden musste. Intensive Internetrecherchen haben mich dazu bewogen die wesentlich effizientere (und etwas stärkere) FCR-Therapie zu beginnen mit dem Wissen, dass ich die Therapie bei Unvertäglichkeit oder bei Remission sofort stoppen würde. Nach 3 Zyklen FCR ohne nennenswerte Nebenwirkungen war das Ziel erreicht – Hautveränderungen sind nicht mehr sichtbar, Lymphknoten kaum tastbar, Blutbild normal.

Wurde abgeklärt, ob es sich bei 'deiner' Beule tatsächlich um leukämische Hautveränderungen handelt???

Hier ein entsprechender Link zum Thema Hautveränderung:
http://www.dermis.net/dermisroot/de/20371/diagnose.htm (http://www.dermis.net/dermisroot/de/20371/diagnose.htm)

Fazit: FC oder FCR erst dann einsetzen wenn schwächere Therapien (Cortisin, Leukeran, Rituxan etc.) keine Wirkung mehr zeigen. Wenn eine Therapie mit Fludarabin dann mit Endoxan und Rituximab kombinieren -> FCR.

Wie sind deine Blutwerte und bestehen B-Symptome?


Gruss, Sam

drudi
24.06.07, 14:11
Danke Sam,
Blutwerte:Leukos 130 000, HB 11, Thrombos 90 000.
Nachtschweiß und Schwäche bei Anstrengung plagen mich auch.
Meine " Beulen " sehen genau so aus wie die an der Stirn des Kindes in von Dir genannten link.
Die am Hals sichtbaren vergößerung der Lymphkonoten habe ich schon ca, 4Jahre die Beulen ca 6 Monate.
Cll wurde bei mir jetzt im Mai festgestellt und eine riesige Milz.

Gruss drudi

Bergfix
24.06.07, 15:14
Hallo drudi

Wann soll die FC-Therapie beginnen und mit welcher Begründung wird der Antikörper (R) weggelassen?

Ich gehe davon aus, dass deine CLL noch nie behandelt wurde und frage mich,
ob vor der FC-Therapie nicht noch mit einer ‚sanfteren Methode’ (Leukeran und Prednison) therapiert werden sollte?

Die vergrösserte Milz macht sich bei den Thrombowerten bereits etwas bemerkbar was nicht bedeutet,
dass bei deinen Blutwerten behandelt werden muss.

Der vermutete Hautbefall (kutane Infiltration) sollte vor dem Beginn der Chemotherapie abgeklärt werden.

Lieben Gruss
Sam

drudi
24.06.07, 19:19
Wann soll die FC-Therapie beginnen und mit welcher Begründung wird der Antikörper (R) weggelassen?

Hallo Sam,

es soll bald damit begonnen werden wg. Nachtschweißes usw.(ich warte vielleicht ein paar Monate noch)
FC ist wohl momentan die beste Therapie bei CLL.
http://www.dgho.de/cms.php?id=705 Punkt 4.2 in
Chronische lymphatische Leukämie (http://www.dgho.de/_cmsdata/_file/file_178.pdf) [pdf: 55 KByte] (Dezember 2006)
M. Hallek (Korr.), B. Eichhorst, P. Dreger

Gruss drudi

Bergfix
24.06.07, 21:03
Hallo drudi

drudi: FC ist wohl momentan die beste Therapie bei CLL.

Der Krankheitsverlauf ist bei den CLL-Patienten äusserst unterschiedlich. Entsprechend dieser Individualität sollte therapiert werden. So kennt man Patienten, die über viele Jahre keine Therapie benötigen und andere, die mit einer sanften Chemotherapie (z.B. mit Leukeran) ihre Erkrankung für lange Zeit zurückdrängen können. Welches die beste Wahl ist kommt auf das Ansprechen der Therapie an (kann eigentlich erst nach erfolgter Therapie beantwortet werden). Laut Studien soll z.B. die FCR der FC-Therapie in Sachen Ansprechen, Remissionsraten und Remissionsdauer überlegen sein. Der Antikörper Rituximab (R) scheint wohl die FC-Therapie zu verstärken?! Es gibt leider auch Patienten, bei denen sich nach FC oder FCR keine Krankheitsrückbildung einstellt.

Gruss Sam

Bergfix
30.06.07, 09:19
Hallo drudi

70 Prozent der CLL-Patienten mit komplettem Ansprechen auf FCR bleiben nach 5 Jahren Nachbeobachtung in anhaltender Remission.

Quelle (http://www.onkodin.de/zms/content/e20556/e20635/e48884/e48933/e48935)

Somit scheint sich FCR zur 'FIRSTLINE'-Therapie zu etablieren.


Gruss Sam

drudi
01.07.07, 18:04
Hallo Sam,
danke fürs "quelle",
in der Erstlinientherapie kein Rituximab,meint mein Artz.
Für 70 % sah gut aus aber 30% haben schlechte Chance für andere Therapien.
http://www.onkodin.de/zms/content/e20556/e20635/e48884/e48933/e48936/index_ger.html

Gruss drudi

Bergfix
15.07.07, 17:13
Hallo drudi

Für 70 % sah gut aus aber 30% haben schlechte Chance für andere Therapien.

Das trifft sicher nicht nur bei FCR zu, sondern auch bei FC. Somit macht es Sinn ganz "unten" zu beginnen was bedeutet, dass zuerst mit Leukeran therapiert werden sollte. Was sagt übrigens dein Arzt zu Leukeran ???




Lieben Gruss
Sam

drudi
20.07.07, 19:03
Hallo Sam,
im Krankenhaus wurde Leukeran nur nebenbei erwähnt,
"bei Leukeran kann man arbeiten bei FC wird man krank geschrieben",
empfhohlen wurde FC-Therapie.Auch ein Hämatologe hat FC vorgeschlagen

Gruss drudi

Bergfix
07.08.07, 18:35
Hallo drudi


"bei Leukeran kann man arbeiten bei FC wird man krank geschrieben",


Ob ein CLL-Patient in der Schweiz bei der FC-Therapie automatisch krankgeschrieben wird bin ich mir nicht sicher. Die Nebenwirkungen zeigen sich in ihrer Intensität bei dieser eher toxischen Chemotherapie äusserst individuell und auf diese kommt es schlussendlich an. Ich kenne sogar einen Patienten, der für die gesamte Dauer einer Leukeran-Therapie (insgesamt 6 Monate) krankgeschrieben wurde und sich danach wieder prächtig erholte - zumindest für einige Monate.

Wann soll die Therapie bei Dir beginnen und nach welchen Kriterien wird entschieden und therapiert?


Lieben Gruss
Sam

Bergfix
23.08.07, 13:33
Zwei Monate nach Abschluss der 3 Zyklen FCR bewegen sich sämtliche Blutwerte im Normalbereich. Es ist ein schönes Gefühl wieder einmal für ein paar Wochen/Monate, vielleicht sogar Jahre, gesund zu sein.

Dieses wunderbare Gefühl kennen (vermutlich) nur die Kranken! :icon_wink:

Gruss Sam

Friedenstaube
24.08.07, 11:54
wie schön Sam. :top:
Freue mich sehr für Dich und : die wochen/monate lassen wir vor der Türe, jetzt kommen Jahre in denen Du gesund bleibst.

LG
Friedenstaube

Apanache
25.08.07, 23:17
Ich kenne auch den Ausspruch:"Sie können auch Frikadellen essen, wenn Sie meinen, daß es hilft" :sauer:
So viel zum Thema Einfühlsamkeit und positiverBestärkung für Schwerstkranke.....:sauer: :sauer:



Das Buch von Clemens Kuby "Unterwegs in die nächste Dimension" bestätigt: der Patient ist der CHEF, der den Schalter von Sympathicotonie (krank) auf Vagotonie (gesund) - der innere Heiler!!! Unterstützende Therapie/Therapeut, immer gibt der/die Betroffene die Richtung vor.

ColonelKate
31.08.07, 13:42
...Apanache, so ist es!
Ich sage immer: Patient und Therapie müssen zusammenpassen wie Schlüssel und Schloß.
Ein Patient, der seine Therapie nicht "verinnerlicht" und sich mit ihr nicht "identifiziert", wird nicht gesund!

CK

Bergfix
13.09.07, 11:30
Ich sage immer: Patient und Therapie müssen zusammenpassen wie Schlüssel und Schloß.


Bei mir scheint der Schlüssel (vorderhand) zu passen.
Der heutige Bluttest zeigte ein völlig normales Blutbild! :icon_wink:

Gruss Sam

Friedenstaube
13.09.07, 12:41
freue mich ganz arg mit Dir. Und so soll es auch bleiben.
Kannst mächtig stolz auf Dich sein Sam. Das meine ich ganz ernst.

liebe Grüße
FT

Bergfix
13.09.07, 12:50
@ Friedenstaube

Friedenstaube: Und so soll es auch bleiben.


Hoffentlich Friedenstaube! Leider zeigen die Statistiken ein anderes Bild was mich veranlasst neue Wege zu gehen - oder 'versuchen' zu gehen.
Ist nicht der Weg das Ziel? ( -> oder eher das Ziel vor Augen das ZIEL-> ein Etappenziel? ) :gruebel:


Gruss Sam

Friedenstaube
13.09.07, 17:52
Hoffentlich Friedenstaube! Leider zeigen die Statistiken ein anderes Bild was mich veranlasst neue Wege zu gehen - oder 'versuchen' zu gehen.

Du hast einen "Schlüssel" gefunden der auch lt. Statistiken nicht auf Dauer brauchbar ist. Das Du es weiß und deswegen besseren, passenderen Schüssel suchst macht Dich schon prädestiniert dafür, das Du den Statistiken einen Strich durch die Statistik machen wirst so wie Du es bis jetzt schon getan hast. :top: Die Statistik wird an Dir keine Freude haben.....:D :D :D weil Du früher oder später einen passenderen Schlüssel finden wirst.

Ist nicht der Weg das Ziel? ( -> oder eher das Ziel vor Augen das ZIEL-> ein Etappenziel? ) :gruebel:

:gruebel: hängt es nicht auch von Attraktivität des Weges und des Ziel ab ?

liebe Grüße
FT

Bergfix
13.09.07, 22:38
Hallo zusammen

Hiermit möchte ich in diesem Thread wiedereinmal erwähnen, dass ich nicht nur mit Chemie, sondern seit über 5 Jahren massiv mit Mistelpräparaten behandelt werde, welche (okey subjektiv betrachtet) meinen Gesundheitszustand äusserst positiv beeinflussen.

Es sind dies:

Mo / Mi / Fr -> Iscador 10 und 20 mg
Di und Sa -> ein homöopathisch dosiertes Mistelpräparat D20, D30 und D60.


Gruss Sam

Friedenstaube
14.09.07, 01:09
Du hast in einem anderen Theared die Iscador-Studien (aus 2001) eingestellt... Ich habe nur eine (und die auch nicht wirklich eingehendst) gelesen, was mir aber im Gedächnis bleib ist, dass dabei eine große Rolle die Selbsregulationskräfte gespielt haben. Das Iscador wirkt um so besser, je besser diese medikamentenunabhängige Selbstregulationskräfte sind...

Wenn bei Dir das Iscador und anderes Mistelpräparat gut wirkt - hast Du auch bei den Selbstregulationskräften Veränderungen gemerkt /herbeigeführt ???

liebe Grüße
FT

Bergfix
15.09.07, 12:32
Hallo Friedenstaube

Deine Frage ist schwierig zu beantworten...
Beispiel: Ich unternehme eine mehrtägige Bergtour und komme wie "neu geboren" zurück. Ist das auf die Selbstregulierungskräfte, welche durch die Misteln stimuliert wurden, zurückzuführen oder auf die Bergtour? Nach der Chemo stellt sich eine Remission ein: Placebo, Misteln, Selbstregulierungskräfte?

Ich denke eher, dass die Misteltherapie gedanklich (im Kopf) einiges bewirkt. So ging es mir nach dem "Diagnosetief" sofort wieder besser als ich mir der MT begann. Zudem verschwand kurz nach Therapiebeginn der Nachtschweiss, der sich bei vielen Leukämiepatienten als B-Symptom zeigt. Leukämiepatienten erkranken oft an sekundären malignen Erkrankungen da ihr Immunsystem durch die Erkrankung & Therapie geschädigt ist. So hoffe ich, mich mit der Misteltherapie (seit bald 5.5 Jahren) vor weiteren Erkrankungen zu schützten. Übrigens sind die vielen (kleinen) fiebrigen Infekte, von denen ich früher mehrmals im Jahr heimgesucht wurde, verschwunden... :gruebel:


Lieben Gruss
Sam

Friedenstaube
17.09.07, 13:16
Hallo Sam,

ich habe die Studie so verstanden, dass das Mistelpräparat NICH die Selbstregulationskräfte herbeiführt/stärkt, sondern WENN DIESE (anderweitig) gestärkt wurden das Mistlepräparat um so besser wirkt.


Die Frage : "wie stärkt man (nachhaltig) die Selbstregulationskräfte" ist schwierig zu beantworten, deswegen war sie für ich auch so interessant...
Ein wenig kann man aus den Fragen "erahnen" was mit Selbstregulationskräften gemeint ist, aber das hilft ja nicht wirklich um sie herbezuführen (wenn sie noch nicht vorhanden sind...)

liebe Grüße
FT

ColonelKate
18.09.07, 14:01
...interessante Diskussion.
Die Misteltherapie bedient sich aber eines handfesten, pharmakologischen Effekts. Sie stimuliert die Produktion von Abwehrzellen (unspezifische Reiztherapie), wobei man nie genau vorher sagen kann, welche Abwehrzellen. Und genau liegt auch das Problem: während bei Lymph - und Blutkrebserkrnkungen, teilweise auch bei Brustkrebs, also Erkrankungen, wo die Lymphe eine wichtige Rolle spielt, mit der Misteltehrapie sehr gute Erfolge erzielt werden können (Reiz der Lymphozyten und ihren spezifischen "Unterarten"), werden bei anderen Krebserkrakungen gar keine bis teilweise gegenteilige Effekte beobachtet.

Gruß

CK

Friedenstaube
18.09.07, 14:32
ach liebste CK, das kriegerische Vokabular der SM mag ich gar nicht. Obwohl Du natürlich Recht hast, dass die Mistel
wirkungsvoll ist. Wobei man nocht nicht richtig weiß wo und warum... Könnte es nicht genauso gut sein , gut sein, zumindest diese Studie weißt darauf hin - dass dei Mistel nicht die Abwehrzellen stimulliert, sondern unterstützend/verstärkend wirkt und zwar auf die Selbstregulationskräfte, die ich für mich mit "Selbstheilungskräftem " übersetzt habe. Also nichts mit Krieg (Abwehr) sondern mit Frieden (Unterstützung)zu tun hat...

Das die Misteltherapie gerade bei Lymp- und Blutkrebs und bei Brustkrebs (Milchgang-Ca ?) sehr gut wirkt, wundert mich nicht wirklich :icon_wink:

liebe Grüße
FT